Zwei Jahre Angst vom Hof zu gehen – und wie eine Stute ihre Freiheit zurückgewann
- Anja Schwien

- 9. Mai
- 2 Min. Lesezeit

Zwei Jahre Angst vom Hof zu gehen – und wie eine Stute ihre Freiheit zurückgewann
Zwei Jahre lang weigerte sich Melanies Stute, den Hof zu verlassen.
Was harmlos klingt, wurde für Melanie zur täglichen Belastung – emotional wie auch körperlich.Sobald sie versuchte, vom Hof runterzureiten, explodierte die Situation.
Die Stute:
drehte abrupt um und rannte zurück
stieg gefährlich hoch
flüchtete seitlich die Hügel hinauf
kämpfte gegen jede Einwirkung
Das war keine Sturheit mehr. Das war Kontrollverlust.
Melanie war am Ende. 😰Und vielleicht kennst du dieses Gefühl nur zu gut.
Wenn du nur noch Beifahrer bist
Melanie hatte alles getan, was man „vernünftigerweise“ tut:
Tierarzt ✔️
Osteopathin ✔️
gesundheitliche Ursachen ausgeschlossen ✔️
Doch das Problem blieb.
Das Reiten, einst ihr Ausgleich, wurde zum Albtraum.Angst, Unsicherheit und Hilflosigkeit bestimmten jeden Versuch, den Hof zu verlassen.
Und irgendwann kommt dieser Gedanke:
„Vielleicht liegt es an mir.“„Vielleicht kann ich das einfach nicht.“
Doch genau hier möchte ich etwas ganz klar sagen: Das ist kein persönliches Versagen.
Die eigentliche Ursache: fehlende Kontrolle – nicht fehlender Mut
Als Melanie zu mir kam, war eines schnell klar:Die Stute hatte längst die Führung übernommen.
Nicht aus Bosheit.Nicht aus Dominanz.Sondern, weil Melanie unbewusst Schritt für Schritt die Kontrolle abgegeben hatte.
Stell dir vor, du sitzt im Auto –aber jemand anderes tritt aufs Gas.
Du hältst zwar das Lenkrad,doch Geschwindigkeit und Richtung bestimmen andere.
Gefährlich, oder?
Genau so fühlte sich das Reiten für Melanie an.
Der Wendepunkt: Kontrolle zurückholen – ruhig, klar, fair
Wir haben nicht „gegen“ das Pferd gearbeitet.Wir haben Struktur geschaffen.
Ganz konkret:
Kontrolle über die Hinterhand zurückgewonnen
die Vorhand präzise verschieben lassen
Rückwärts und vorwärts klar auf Melanies Einwirkung erarbeitet
Alles in kleinen, verständlichen Schritten.Ohne Druck. Ohne Kampf.
Der Schlüssel war dabei ein Prinzip, das ich immer wieder nutze:
👉 Annäherung und Rückzug
Nicht:
„Du MUSST jetzt da durch!“
Sondern:
„Wir gehen einen Schritt Richtung Hofausgang … und kehren um.“„Noch einen Schritt … und wieder zurück.“
So lange, bis eines glasklar war: Melanie entscheidet über Richtung und Bewegung.
Das Ergebnis: Sicherheit statt Stress
Nach einer einzigen Trainingseinheitund 1,5 Wochen eigenem Üben war der Spuk vorbei. 🌟
Die Stute verließ den Hof wieder ruhig.Ohne Drama.Ohne Explosion.
Das Bild, das du hier siehst, zeigt genau das:
entspanntes Reiten
aufmerksames Pferd
eine Reiterin, die wieder führt
Melanie sagte später:
„Wir können uns nur herzlichst bedanken.“
Die unbequeme Wahrheit – und warum sie so wichtig ist
Manche Probleme lassen sich nicht alleine lösen.
Nicht, weil du unfähig bist.Sondern, weil du mittendrin steckst.
Du brauchst manchmal:
einen Blick von außen
jemanden, der sieht, wo du unbewusst nachgibst
klare Werkzeuge, die wirklich funktionieren
Professionelle Hilfe zu holen ist kein Versagen.
Es ist Verantwortung.
Für dich.Für dein Pferd.Für eure Sicherheit.
Und jetzt du
Wie lange kämpfst du schon mit demselben Thema?
Wie viele „Lösungen“ hast du bereits ausprobiert?
Manchmal liegt der Unterschied zwischen Frust und Erfolgnicht in noch mehr Durchhalten –sondern in einem neuen Blickwinkel.
👉 Hier erfährst du mehr über meine Arbeit und die SafetyHorseMethode:
Wenn du magst, schreib mir, vor welcher Herausforderung du gerade stehst.Manchmal reicht ein Gespräch. 💌
Herzliche Grüße
Deine Anja



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